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1. Eintrag, 26.10.11: Kia Ora

Kia Ora,
nach 2 zwei Monaten in Neuseeland habe ich mich nun endlich dazu durchgerungen einen Blog zu schreiben, um ein paar meiner Erlebnisse zu teilen. Nach einem eher stressigen Aufenthalt in Auckland und einer Panne meines Vans am Mt. Taranaki geht es zur Zeit eher ruhig und entspannt zu, auch wenn sich die Jobsuche etwas schwerer gestaltet, als ich vorher angenommen habe. Die einzige Beschäftigung die ich bis jetzt innehatte, war eine Anstellung in einem Motel in Hawera, wobei ich dort nur für Kost und Logis arbeiten konnte. Immerhin war ich dafür in der Lage den Egmont National Park und den Mt. Taranaki genauer zu erkunden. Das beste Erlebnis bis zum jetzigen Zeitpunkt war jedoch mein 2tägiger Skitrip am Mt. Ruapehu, genauer gesagt am Turoa Skifield. Dort habe ich einen netten Kiwi aus Auckland kennen gelernt, der so freundlich war mir das Skigebiet zu zeigen. Von dort aus setzte ich meine Reise Richtung Taupo fort, wobei die Stadt an sich eher weniger Attraktionen zu bieten hat. Dafür waren die Huka Falls, als auch die Craters of Moon (stinkende Schwefelquellen) sehenswert, obwohl bei weitem nicht so entspannend wie der Hot Water Stream, in welchem ich mit einen paar anderen Backpackern die halbe Nacht verbrachte. Als nächstes fuhr ich mit zwei weiteren deutschen Backpackern nach Napier, um einen Job zu finden, was sich als schier unmöglich erwies, da die Erntesaison erst Anfang November startet. Daher entschied ich mich mit einer netten Augsburgerin, welche ich bereits in Whangarei (Northland) und Whanganui kennengelernt hatte, das Eastcape zu umrunden, um am 25. 10. pünktlich zum Start der Ernte wieder in Napier zu sein. Demzufolge fuhren wir also über Gisborne ans East Cape. Dort haben wir übernachtet und sind 5 Uhr in der Früh aufgestanden, um zum East Cape Lighthouse zu laufen (755 Stufen und das im Halbschlaf). So waren wir die ersten Menschen (mit ein paar anderen Leuten, natürlich deutsche Backpacker) der Welt, die den Sonnenaufgang gesehen haben. Ein wenig übermüdet fuhren wir danach nach Opotiki, einem unscheinbaren Ort. Ungefähr 5 km außerhalb des Ortes befindet sich jedoch eines der wahrscheinlich schönsten Hostel der Bay of Plenty: das Beach House. Das Beach House macht seinem Namen auch alle Ehre, denn der Strand grenzte an Grundstück an, so waren es von der Sonnenterrasse ca. 150 bis zum Wasser. Wir blieben dort für drei Tage und ich konnte sogar Pacific Kajak fahren, was selbst in einem etwas kalten Pazifik wirklich Spaß gemacht hat. Einen Tag vor dem Rugby World Cup Finale ging es dann nach Whakatane, welches zumindest. 20 000 Einwohner zu bieten hatte, was für neuseeländische Verhältnisse gar nicht so übel ist. Auch wenn der Pub nicht zum Bersten gefüllt war (bedauerlicherweise), war die Stimmung doch sehr gut, als die All Blacks die Franzosen bezwangen. Die einzige kritische Situation des Abends ereignete sich, als ich mich entschied mit ein paar anderen Deutschen, die wir dort kennenlernten, noch eine andere Bar zu besuchen. Denn als ich etwas angeheitert zurückkam, war die Eingangstür unserer Unterkunft bereits verriegelt. Glücklicherweise ist meine Reisebegleitung an diesem Abend schon eher zu Bett gegangen als ich. So konnte ich sie anrufen und sich machte mir mitten in der Nacht die Tür auf, auch wenn sie davon weniger begeistert war. Von Whakatane machten wir uns dann wieder auf den Weg Richtung Napier, da die Erntesaison angeblich bald starten sollte. So fuhren wir durch den Te Urewera Nationalpark, in dem selbst der Highway für über 50km lediglich aus einer einfachen Schotterstraße bestand. Doch mein Van meisterte den Härtetest (wider meiner Erwartung – glücklicherweise, da wir uns in völliger Einsamkeit befanden). Nach 2 Tagen kamen wir dann vormittags in Napier an. Natürlich hat die Erntesaison bis zum heutigen Tag noch nicht begonnen. Meine Reisegefährtin hatte jedoch mehr Glück und hat durch die Hilfe einer Freundin einen Job in Palmerston North gefunden. Ich bin in Napier geblieben und bin es jetzt noch. Doch habe ich hier einige alte Bekannte aus Whanganui, Taupo und meinen ersten Tagen in Napier wiedergetroffen. Um uns zu beschäftigen und von der ungünstigen Situation auf dem Arbeitsmarkt abzulenken, haben zwei Waliser, ein Engländer und ich ein wenig Fußball am Strand gespielt, wobei England/Deutschland gegen Wales gewonnen hat.
Natürlich ist dieser kurze Artikel nur eine kleine Zusammenfassung meiner Reise, z.B. fehlen meine Erlebnisse aus meiner Zeit in Auckland, im Northland und in Whanganui. Diese füge ich möglicherweise noch hinzu, wenn ich meinen inneren Schweinehund überwinden kann, ansonsten versuche ich euch ab jetzt halbwegs auf dem Laufenden zu halten.
Cheers Hans

26.10.11 06:58

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