Neuseeland Blog

Erlebnisse am anderen Ende der Welt
 

Letztes Feedback

Meta





 

12. 11. bis 22.11

Nach Wellington bin ich nun endlich wieder in einer ländlichen Gegend: dem Weinanbaugebiet um Martinborough. Eigentlich hatte ich vor nur ein paar Tage zu bleiben, aber glücklicherweise habe ich Anett und Patrick auf einem Zeltplatz in Carterton getroffen. Mit deren Hilfe bekam ich dann einen Job auf einem Vineyard für eine Woche. Auch wenn unsere Arbeit zu einem großen Teil aus Hacken und Unkraut jäten bestand, haben wir jedoch unseren persönlichen Held getroffen: Don. Don ist ein Maori, der schon einige Jahre auf dem Schubert Vineyard arbeitet. Nach eigenen Angaben ist das nur so, weil sein Gehirn so klein wäre („ I don’t have a big brain, that why I’m working here“). Des Weiteren zeichnet er sich durch eine ausgesprochene Faulheit aus, selbst wenn er mit dem Traktor rumfahren muss, beschwert er sich, dass ihm die Arbeit zu viel ist. Daher hat er Patrick und mich einmal dazu angehalten mit ihm ein Schwätzen zu halten, damit er nicht mehr „schuften“ muss. Das war nebenbei 20min vor Arbeitsende. Nichtsdestotrotz ist er ein recht lustiger Zeitgenosse mit einer Vorliebe für Tui-Bier und KFC. So hat er letzten Freitag den gesamten Tag nach Schichtende mit Tim (einem weiteren, etwas betagteren Arbeiter) in einem Pub verbracht (15.30 – 22.00 Uhr) und dabei 150$ versoffen. So gab es auch einen Montag an dem Don mit seinen ältesten Töchtern, die auch auf dem Vineyard arbeiten, nicht erschien. Der Grund dafür ist, so denke ich, ziemlich offensichtlich. So etablierte sich in unserem Sprachgebrauch bald der sogenannte „Don-Tag“, der durch ein Minimum an Motivation und Arbeit gekennzeichnet ist. Dies praktizierten wir nebenbei recht erfolgreich an unserem letzten Tag auf dem Vineyard. Doch haben wir nicht unsere gesamte Zeit auf dem Vineyard verbracht. Am 13.11 bin ich zum Cape Palliser gefahren und habe mir die Robbenkolonien angeschaut. Einzig der Rückweg gestaltete sich etwas schwierig, da ich 40min auf Reserve fahren musste und die Berge nur im Leerlauf runtergerollt bin. Zu meinem Glück fand ich dann die Dorftankstelle, auf welche mich eine nette Maori am Cape hingewiesen hatte. Vom 18. bis zum 20. 11 waren wir an der Waiohine Gorge campen. Dort sammelten Patrick und ich Feuerholz und fällten sogar ein paar kleinere Bäume. Ein morscher Ast hätte mich dabei fast KO geschlagen. Die Beule merke ich nebenbei jetzt noch. Am 20.11. sind wir dann 8h durch die Wildnis gewandert. Die einzigen Menschen die wir auf diesem Track trafen, waren ein paar Jäger mit denen wir uns kurz unterhielten. So war es eine recht anstrengende, als auch interessante Tour. Dennoch waren wir auch froh, als es vorbei war. Mal sehen wohin es mich jetzt verschlägt Cheers Hans

23.11.11 00:46

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen